
2001: Gleich von Anfang an auf der höheren Schule den falschen Freundeskreis gewählt. Es waren gute Freunde, auch wenn die Freundschaften nicht lange gehalten haben, und es waren gute Zeiten, auch wenn Aussenseiter nie wirklich gute Zeiten haben. Mir das Aussenseiter sein zu sehr zu Herzen genommen, in meinem pubertären Leichtsinn umgedrehte Kreuze umgehängt oder behauptet, Schwul zu sein, nur um mich von den um mich herum stehenden abzugrenzen.
2002: Anderen versucht zum Glück zu verhelfen, anstatt selber loszugehen und zu suchen. Liebesbriefeschreiber ist ein schöner Beruf, und wenn man Liebesbriefe für andere schreibt muss man eventuelle Körbe nicht selbst einstecken. Ausserdem: Auf der Klassenfahrt abgewährt, als ein Mädel mir an meinen steifen Schwanz fassen wollte. Wir beide waren alkoholisiert, es war wohl auch besser so, aber es wäre eine potenzielle Chance gewesen. Mit dem am nächsten Morgen stattfindenden peinlich berühten Ignorieren des Mädchens war dieser Quickie schnell beendet.
2003: Die falschen Freunde gesucht. Mit Hiphoppern rumgehangen, gekifft, gesprayt und die Schule geschwänzt. Dabei nie wirklich jemand gewesen der dazugehört hat, sondern jemand der daneben stand. Als ich mir dann noch die negativste Eigenschaft zu meinem Hobby machte, nämlich Schule schwänzen, war mein zukünftiger Weg zum Abitur endgültig verbaut.
Ausserdem: Mich mit einem Mädel getroffen, näher gekommen, Zeichen nicht gesehen und als sie notgedrungen auf mich zukam und wir uns küssten prallten unsere Zähne aneinander. Ein peinlicher Moment, der durch einen zweiten Versuch in Vergessenheit hätte geraten können, doch unsere Reaktion war schweigen. Wir verabschiedeten uns, sie ist mitlerweile lesbisch

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