Es ist ja nicht so, dass ich ohne Gelegenheit wäre. Neulich habe ich ein unzweifelhaft eindeutiges Angebot bekommen. Claudia, Ende 20 und am anderen Ende Deutschlands wohnend, hat sich ganz schön aus dem Fenster gelehnt und mir schließlich per Mail mitgeteilt, dass sie mich erotisch findet. Eigentlich ist sie nicht mein Typ, sie ist mollig und stammt aus einer komplett anderen Welt als ich. Aber da ich nach ihrer Mail mehrere Tage mit einem Ständer rumgelaufen bin, oft an sie dachte und mich allein die Möglichkeit, bald Sex zu haben absolut faszinierte, sagte ich einem zweiten Treffen zu.

Beim zweiten Treffen kamen ihre Füße dann meinen nahe, sie versuchte zu flirten. Und ich wiegelte ab. Irgendetwas in mir schon einen Riegel vor, wie eine Schwelle über die ich nicht gehen konnte. Jetzt, wo sie vor mir saß, ging nichts Ich erklärte ihr lang und breit, warum das an mir und nicht an ihr liegt und wir verabschiedeten uns.

Sie hofft nun auf ein zweites Treffen in mehreren Monaten und ich werde bis dahin bestimmt nicht den Mut finden, ihr zu sagen, dass ein bisschen weniger Mikrowellenfutter und mehr Bewegung zu einer gemeinsamen Beziehung verhelfen könnten. Sie hat einige ziemlich zerrüttete Beziehungen hinter sich, ich fürchte, das könnte ihr den Hals brechen.

„Don’t dance with fat chicks“ hieß es mal in einer US-Serie, die ich öfters gucke. Diese Möglichkeit, meine Jungfräulichkeit zu verlieren, würde diesen Grundsatz jedoch brechen. Und irgendwie meine ich, etwas besseres verdient zu haben.