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2004: Nicht ehrlich gewesen. Drei wunderschöne Frauen im Freundeskreis gehabt, von denen zumindest eine eine potenzielle Freundin gewesen wäre, und ich habe mich daneben benommen. Ein wenig mehr Engagement in schulischen Dingen, ein wenig mehr Stärke und vor allem Zuverlässigkeit und die Jungfräulichkeit wäre passe gewesen. Wäre, hätte, könnte.
2005: Auf eine neue Schule gekommen und die alten Fehler gemacht. Selbst beim wiederholten Anlauf gefehlt, schlechte Noten geschrieben und nicht gerade durch stählernes Durchhaltevermögen oder guten Körperbau aufgefallen. Dabei wäre auch hier (zwar weniger, aber) durchaus das ein oder andere Mädel in meinem Alter dabeigewesen, mit der Sex durchaus vorstellbar war.
2006: Alte Beziehungen zum lokalen Freundeskreis abgebrochen. Teilweise, weil ich unzuverlässig war und mir einiges nicht selbst eingestehen wollte, teilweise, weil mir die Leute auf die Nerven gingen. Dabei sind einige dabei, mit denen ich mein halbes Leben verbracht habe und einige wunderschöne Frauen, die heute noch keinen vernünftigen Kerl haben. Chance vertan.
2007: Keinen neuen Freundeskreis aufgebaut. Mit den wenigen Leuten, mit denen ich Kontakt habe viel zu schüchtern umgegangen. Die letzten Leute, die an mir hangen, sind entweder weggezogen oder ich habe sie auch enttäuscht. Durch die neue Arbeit kaum Kontakt zu den alten Leuten gehabt und noch weniger Kontakt zu neuen Menschen in meinem Alter bekommen.
2008: Wir werden sehen.

2001: Gleich von Anfang an auf der höheren Schule den falschen Freundeskreis gewählt. Es waren gute Freunde, auch wenn die Freundschaften nicht lange gehalten haben, und es waren gute Zeiten, auch wenn Aussenseiter nie wirklich gute Zeiten haben. Mir das Aussenseiter sein zu sehr zu Herzen genommen, in meinem pubertären Leichtsinn umgedrehte Kreuze umgehängt oder behauptet, Schwul zu sein, nur um mich von den um mich herum stehenden abzugrenzen.
2002: Anderen versucht zum Glück zu verhelfen, anstatt selber loszugehen und zu suchen. Liebesbriefeschreiber ist ein schöner Beruf, und wenn man Liebesbriefe für andere schreibt muss man eventuelle Körbe nicht selbst einstecken. Ausserdem: Auf der Klassenfahrt abgewährt, als ein Mädel mir an meinen steifen Schwanz fassen wollte. Wir beide waren alkoholisiert, es war wohl auch besser so, aber es wäre eine potenzielle Chance gewesen. Mit dem am nächsten Morgen stattfindenden peinlich berühten Ignorieren des Mädchens war dieser Quickie schnell beendet.
2003: Die falschen Freunde gesucht. Mit Hiphoppern rumgehangen, gekifft, gesprayt und die Schule geschwänzt. Dabei nie wirklich jemand gewesen der dazugehört hat, sondern jemand der daneben stand. Als ich mir dann noch die negativste Eigenschaft zu meinem Hobby machte, nämlich Schule schwänzen, war mein zukünftiger Weg zum Abitur endgültig verbaut.
Ausserdem: Mich mit einem Mädel getroffen, näher gekommen, Zeichen nicht gesehen und als sie notgedrungen auf mich zukam und wir uns küssten prallten unsere Zähne aneinander. Ein peinlicher Moment, der durch einen zweiten Versuch in Vergessenheit hätte geraten können, doch unsere Reaktion war schweigen. Wir verabschiedeten uns, sie ist mitlerweile lesbisch

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